Sehnsucht – da hat ja jeder so seine eigenen Ziele für Gedankenreisen. Bei mir sind es immer wieder Pubs. Nicht die klischeehaften Irish Pubs in Deutschland und around the World, sondern englische in England. „Raue Kneipe, gediegenes Traditionshaus und manchmal auch ein Gastro-Tempel mit Michelin-Stern: Der Pub ist eine Institution mit vielen Facetten – und der ultimative Glücksort für alle Briten.“ Und mich. Ich habe Dutzende in meiner persönlichen Google-Karte markiert. Einige stehen auch in diesem herrlichen Bildband „Great Pubs: Eine Reise durch Englands Pub-Kultur“ von Stuart Husband und Horst A. Friedrichs. Zum Beispiel das herrlich grüngekachelte The Peveril of the Peak in Manchester, das wie ein trotziges Relikt aus alten Tagen am Straßenrand steht. Oder The Blackfriar in London, eine Art Jugendstil-Bügeleisen mit sehenswertem Interieur. Oder das schmale und wunderschön anachronistische Crown Posada in Newcastle, wo die Musik noch vom Plattenspieler kommt. Aber zugegeben: Die meisten der Pubs im Buch stehen noch auf meiner Bucket List. Da wird aus Sehnsucht Fernweh.
Kurz und gut: Das Buch ist mit viel Hingabe und Liebe zum Detail gemacht, jedem Pub sind mehrere bebilderte Seiten gewidmet und die großartigen Fotos sind erstklassig auf mattes, griffiges Papier gedruckt. Gehört in jede Kneipen- und Bierbüchersammlung.
Great Pubs: Eine Reise durch Englands Pub-Kultur. Prestel Verlag 2022, 240 Seiten. Neben dieser deutschen gibt es auch eine englische Ausgabe. (Das Zitat oben stammt vom Klappentext.)
Great Pubs: Eine Reise durch Englands Pub-Kultur
