Da ich mich nun im Rahmen meiner Ausbildung zum Biersommelier mit Beer-Pairing befasse, passt dieses spannende Gemisch von De Molen in Kollaboration mit Rodenbach gut zum Thema. In der Nase hat man vor allem Kirsche und Aromen von Brotkrume. Im Antrunk ist es süß und fruchtig. Vor allem die Kirscharomen verstärken sich auf dem Weg über die Zunge, auch Cranberries und Holunder spielen mit, aber für mein Empfinden die zweite Geige, und die Brotaromen machen sich nochmal bemerkbar. Hintenraus dann eine pfeffrige Note und eine angenehm balancierte Bittere. Insgesamt ein großes, vielschichtiges Aromakino, das sehr harmonisch – und doch auch herausfordernd – auf den Klaviaturen der typischen Geschmacksprofile von Barley Wine und Flanders Red spielt. Allerdings ohne die Säure des letzteren, und auch die 9,2 % Alc. sind nicht wirklich zu merken. Gefährlich schlank und schmackhaft.
