All about … Mild. Dieser besondere britische Bierstil war einst der beliebteste des Landes, war nach 1950 fast in Vergessenheit geraten und kämpft sich seitdem wieder zurück an den Tresen. „Mild“ steht dabei ursprünglich nicht für einen geringen Alkoholgehalt, sondern für eine geringere Bittere und einen milderen Geschmack als beispielsweise bei säuerlichen oder intensiven, lange gelagerten Bieren. Milds sind in der Regel malzbetont, haben weniger Kohlensäure und auch heute noch eine ausgewogene und vor allem sehr zurückhaltende Bittere. Und ja: sie haben heute oft eine geringe Alkoholstärke und dabei trotzdem viel Geschmack ohne übertriebene Süße. Man denke nur an das großartige Hooky Mild von Hook Norton mit 2,8 % ABV.
Das Pale Mild aus der Collaboration von Ale Mania Bonn-Pützchen und der Beerblefish Brewing Company aus dem Londoner Stadtteil Walthamstow hat für ein Mild vergleichsweise herbe und würzige Hopfenaromen, trotzdem aber eine moderate Bittere. Je wärmer es wird, desto deutlicher spielt sich der Malzkörper in den Vordergrund. Als Hopfen kommt der englische Klassiker Fuggles zum Einsatz und bringt
grasige und erdige Noten ins Glas. Gelungen!
„All about … Mild“ ist übrigens der Titel eines sehenswerten Beitrags der EBCU – European Beer Consumers Union: https://youtu.be/r4xTWiyR5oE?si=L6RLOU89eBzAI2Fw.
Big Red Bus – Pale Mild
