Der Deutschen liebste Biere zu verkosten war der Plan. Oder jedenfalls eine Auswahl. Ins Glas kamen also die Pilsener Biere aus den Häusern Warsteiner, Bitburger, Veltins, Flensburger und Jever. Die Verkostung ergab in Stichworten:
Warsteiner
Nase: brotig, milde Hopfennoten
Aroma: brotig, malzig und ein Hauch von Gras
Bittere: leicht
bei zunehmender Wärme kommen die brotigen Noten noch mehr heraus
Bitburger
Nase: grasig, sehr milde Hopfennoten
Aroma: grasig, ein Hauch Schwefel
Bittere: deutlich und nachklingend, sehr trocken
bei zunehmener Wärme kommen die grasigen Noten noch mehr heraus
Veltins
Nase: ganz leichte Zitrusnoten, vor allem aber ein kaum ausgeprägter Geruch
Aroma: leicht brotig, eher ausdruckslos
Bittere: zurückhalten und schnell abklingend
Flensburger
Nase: leicht schweflig, leicht malzig, insgesamt aber ein erfrischender Duft
Aroma: das Schweflige wiederholt sich, wenn es wärmer wird kommen brotige Noten durch
Bittere: trocken und deutlich
Jever
Nase: malzig-brotige Noten, kerniger als bei den anderen Brotigen
Aroma: wird nahezu vollständig dominiert von der markanten, tatsächlich herben Bittere, die (fast erwartungsgemäß) die der anderen Kandidaten deutlich übertrifft
Spontane Genussempfehlungen
- Warsteiner und Bitburger: Spargel klassisch mit gekochtem Schinken und Sauce hollandaise.
- Veltins: mehr als Nüsschen knabbern fällt mir nicht ein …
- Flensburger und Jever: Fischbrötchen. Geht immer.
Mein persönlicher Favorit war bei dieser Auswahl übrigens Warsteiner. Ich mochte die brotig-malzige Aromatik in Kombination mit der vergleichsweise milden Bittere.

