IPA steht bekanntlich für India Pale Ale. IPAs haben bei allen Unterschieden und unabhängig von ihrer Geschichte im Einzelnen eine Gemeinsamkeit, ein Merkmal, das alle auszeichnet. Nein, nicht die Alkoholstärke, sondern: viele und intensive Hopfen. Je nach Menge, Hopfenart, landestypischen Besonderheiten oder Rezeptur sind IPAs mehr oder weniger bitter und mehr oder weniger fruchtig – wobei auch die Art der Frucht variieren kann. IPA und alkoholfrei sind also keine Gegensätze, im Gegenteil sollte eine kräftige Hopfengabe den Mangel am Geschmacksträger Alkohol ausgleichen.
Soweit, so gut. Dann wollen wir mal Maisel & Friends‘ alkoholfreies IPA öffnen.
Farbe und Schaum überzeugen auf den ersten Blick. Die massive Trübung weist die Richtung zum Hazy IPA.
In der Nase hat man wuchtige fruchtige Aromen, Pinie und riecht auch einen soliden Malzkörper.
Im Geschmack kaum Süße und eine überschaubare Bittere sowie eine knackige aber harmonisch eingebundene Frucht (Mango und Pfirsich), die für ein alkoholfreies vergleichsweise lang anhält. Ein schönes, weiches Mundgefühl im Antrunk und eine feine Wohlfühladstringenz, die Lust auf den nächsten Schluck macht.
Ein gelungenes IPA moderner, amerikanischer Prägung. Dieses Bier hat nicht zu Unrecht mehrere Preise eingeheimst. Chapeau! Klare Trinkempfehlung. Egal ob zum Grillen, zu asiatisch scharfen Gerichten oder einfach so.
Maisel & Friends: IPA alkoholfrei
