Über Land, unter dem Meer und wieder über Land, schließlich 500 Meter getragen von zwei Händen. Das ist die Zusammenfassung der kurzen Reise eines KeyKegs gefüllt mit 20 Litern Banbury Ale. Die Reise begann im Grunde vor dem Ausbruch von Covid mit meiner Idee, anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft von Hennef und Banbury ein Bier zu brauen. Fritz Wülfing hat die Idee 2021 in seiner Brauerei Ale-Mania umgesetzt und ein typisch englisches Best Bitter nach seinem Rezept und Geschmack gebraut. Ausgeschenkt wurde das Banbury Ale im Brewery Tap von Ale-Mania und außerdem einmalig in Rob und Karen Foremans Apothecary Tap in Banbury. In Flaschen gab und gibt es das Ale natürlich auch. Die zweite Idee war, das Bier nun noch einmal nach Banbury zu bringen. Das habe ich im Frühjahr 2025 bei einer gemeinsamen Reise ins Black Country mit Fritz besprochen und kurz danach auch mit Rob abgemacht. Ich hatte ohnehin geplant, mit meiner Frau im Sommerurlaub auf der Fahrt nach Yorkshire einen Zwischenstopp in Banbury zu machen. Gesagt, getan: Am ersten Montag der Sommerferien habe ich das frisch abgefüllte Fässchen – das KeyKeg, das nach Einschätzung meiner Frau ungefähr so aussieht wie eine Fliegerbombe – bei Fritz abgeholt und einen Tag später wohlbehalten bei Rob abgeliefert. Zwischendurch hat es im Auto geschlafen, während wir von Troisdorf nach Calais, auf dem Autozug durch den Tunnel und durch Südengland bis nach Oxfordshire und schließlich Banbury gefahren sind. Dort haben wir es dann geweckt, bis zu Robs Apothecary Tap getragen und festgestellt, dass 20 Liter Ale von Meter zu Meter an Gewicht zunehmen. Am Anfang waren es wohl rund 20 Kilogramm, 500 Meter weiter, an der Schwelle zu Robs Taproom sicher doppelt so viel. Es entbehrt auch nicht einer gewissen absurden Komik, wenn zwei deutsche Englandverliebte eine Art Fliegerbombe durch eine englische Stadt schleppen.
Bei der Übergabe des Fässchens waren jedenfalls mit dabei John Donaldson, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins in Banbury, und weitere Mitglieder des Vorstands. Rob hat sich riesig gefreut. Er hat stets eine tolle Auswahl von Bier und Cider zu bieten und überhaupt herrscht in seinem Laden eine herzliche, offene, gastfreundliche, freundschaftliche Atmosphäre. Und Rob ist ein wirklich netter Kerl. Unbedingt mal vorbeigehen! Übrigens ist auch Robs und Karens Hund fast immer da und begrüßt jeden Gast. Nur an diesem Dienstag nicht, als wir das Fass brachten. Dienstags ist sein freier Tag, den er mit Frauchen Karen verbringt.






